Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Obersinn

 

Vorgeschichte

Für das Feuerlöschwesen in Obersinn ist schon seit Alters her die Gemeinde und an deren Spitze der Bürgermeister verantwortlich. Im 17. und 18. Jahrhundert regeln Feuerlöschordnungen die schnelle und geordnete Bekämpfung eintretender Feuergefahren.

1849 wird in der Gemeinde Mittelsinn eine „Löschmaschine“ stationiert. Diese ist ein Geschenk der Brandversicherungsanstalt Bayern und gehört den Gemeinden Mittelsinn, Obersinn und Aura gemeinsam.

1858 Am 20. November kommt im bayrischen Gemeinderat von Ober-sinn Streit auf, weil sich der hessische Bürgermeister von Ober-sinn weigert, die Kosten für das Spritzenhaus in Mittelsinn mitzu-tragen. Daraufhin soll die neue Spritze den Hessen zum Gebrauch verweigert werden.

1859 übernimmt der bayrische König Ludwig II als Projektor (Förderer und Gönner) den Aufbau der Freiwilligen Feuerwehren in Bayern. In der Nachfolge übernimmt Prinzregent Luitpold diese Aufgabe.

1863 setzt die Gemeinde Obersinn eine sehr umfangreiche Feuerlösch-ordnung in Kraft. Darin ist genau eingeteilt, wer welchen Dienst auszuführen hat. Der Bürgermeister hat die Brandbekämpfung zu leiten und jeder Ortsbewohner ist verpflichtet, auf den „Hülferuf“ sofort zur Dienstleistung herbei zu eilen. Auch werden sogenannte „Feuerläufer“ eingeteilt, die in die umliegenden Ortschaften laufen müssen, um Hilfe herbei zu holen.

1875 schreibt der Gemeinderat an das königliche Bezirksamt nach Lohr: „Die Gemeinde plant die Einführung einer Freiwilligen Feuerwehr, jedoch müssten unentbehrliche Feuerlöschgeräte ohne Belastung der armen Gemeinde bereit gestellt werden.“

Bis zur Anschaffung einer Spritze, damals Feuerlöschmaschine genannt, vergehen noch drei Jahre in denen 30 Briefe gewechselt werden, darunter auch zwei an den bayrischen König, welcher auch zwei mal je 400 Goldmark zur Verfügung stellt.

1878 Am 20. September bekommt die Gemeinde Obersinn eine Saug- und Druckspritze von der Fa. Georg Stieber aus Nürnberg geliefert. Somit ist die Grundvorraussetzung zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Obersinn von gemeindlicher Seite her gegeben.

 

feuerwehrchronik_html_m79194db8Löschmaschine von 1878

 

 

 

Feuerlöschordnung

 

 

Behelfs geordneter und schneller Bekämpfung etwa eintretender Feuersgefahr in dem Orte Obersinn werden von der unterzeichnenten Ortsbehörde nachfolgende ortspolizeiliche Vorschrift zur genauesten Beobachtung festgesetzt.

§1

Jedes Familienoberhaupt ist bei dem Nichtvorhandensein gemeindlicher Feuerlöscheimer gehalten, in seiner Behausung wenigstens einen und zwar starken Wassereimer aus Holz jederzeit bereit zu haben, widerigenfalls es der in Art. 175 Abs. 1 des Polizeistrafgesetzes angedrohten Strafe bis zu 25 fl verfallen soll.

§2

Jeder Ortsbewohner ist bei Vermeidung der in Art. 1 des Polizeistrafgesetz-buches angedrohten Strafe bis zu 25 fl verpflichtet, bei jedem wahrgenommenen Brand sogleich die öffentliche Hülfe durch Feuerlärm anzurufen.

 

 

§3

Jeder Ortsbewohner ist schuldig auf den Hülferuf sofort zur Dienstleistung herbei zu eilen und alle mögliche Hülfe angedeihen zu lassen, im entgegen gesetzten Falle soll er der in Art. 56 des P.St.G. angedrohten Strafe bis zu

100 fl oder Arrest bis zu 30 Tagen verfallen.

§4

Gemäß Art. 175 Abs. 2 des P.St.G. soll bis zu 25 fl oder mit Arrest zu

8 Tagen gestraft werden, wer den hiernach folgenden Bestimmungen der Feuerlöschordnung zu wider handelt.

§5

Der jeweilige Gemeindevorsteher hat bei einem dahier ausbrechenden Brand sich sofort an die Brandstätte zu begeben und bezüglich der Löschung sowie bezüglich der Rettung der Mobilien die gehörigen Anordnungen zu treffen.

§6

Dem Gemeindevorsteher zur Seite hat der Gemeindediener zu sein um die Befehle den anderen mitzuteilen, welche entfernet vom Vorsteher sind und diesen etwa wegen des Lärms nicht hören können.

§7

Der jeweilige erste Bevollmächtigte hat bei der Ausräumung und Beschaffung der Mobilien auf einen freien Platz die Aufsicht zu führen.

§8

Desgleichen hat der zweite, jeweilige Bevollmächtigte auf dem Platze, wo die geretteten Gegenstände abgelagert werden, darüber zu wachen, daß da nichts verdorben und entwendet wird.

§9

Der jeweilige dritte Bevollmächtigte hat sich damit zu befassen, daß die Wasserträger geordnete Spaliere bilden und diese stets geschlossen zu halten.

§10

Die jeweiligen Gemeinde- und Kirchenpfleger haben die Direki, an der Feuerspritze mit zu sorgen.

§11

Als Feuerläufer in die benachbarten Gemeinden werden abgeordnet und haben deren Hausangehörige unter Androhung der Strafe unter §4 bei allenfullstiger Abwesenheit einen Stellvertreter zu beschicken, damit dieser dem treffenden Gemeindevorsteher ernennt und den Verwaltungsmitgliedern der fremden Gemeinde von dem ausgebrochenen Brande Kunde bringe und hierüber Bescheinigung verlange.

Nach Rossbach Martin Herget

Nach Mittelsinn Johann Preisendörfer

Nach Altengronau Kaspar Beez

Nach Jossa Adam Steets

 

Feuerlöschordnung der Gemeinde Obersinn von 1863

 

Die Gründung und Werdegang bis 1914

(aus den Niederschriften)

 

1879 Am 6. Januar 1879 wird die Freiwillige Feuerwehr Obersinn gegründet. In der Gastwirtschaft von August Weismantel (Vater des Heimatdichters und Pädagogen Leo Weismantel) findet die Gründungsversammlung statt.

Vorstand wird August Weismantel, seiner seitens auch Futter-mittelverkäufer für das königlich bayrische Heer. 44 Männer treten dem Verein bei und wählen ihren Kommandanten, den Maurermeister Peter Josef Krutsch, der die Wehr bis 1894 führen wird.

Die königlich bayrische Kanzlei bietet dem Verein die Patenschaft seiner Majestät König Ludwig II von Bayern an, die freudigst angenommen wird.

Die Gründer des Vereins setzen sich wie folgt zusammen:

1 Gastwirt, 14 Tagelöhner, 9 Steinhauer, 3 Bäcker, 4 Maurer,

2 Knechte, 2 Schuhmacher und 9 Bauern.

Am 26. Januar werden die ersten Uniformen beschafft und am 2. April werden die Ausrüstungsgegenstände unter die Mannschaft verteilt. Zum ersten Einsatz wird die Wehr am 7. September um 22.45 Uhr gerufen, eine Scheune steht in Brand!

1880 Am 12. Januar ist Jahres- und Rechnungsbericht. Es ergibt sich ein Guthaben von 48,34 Mark.

Am 14. März Bekanntgabe: „Durch die Gnade seiner Mayestät, des Königs, sind 200 Goldmark zur Anschaffung von Requisiten allerhuldvollst bewilligt worden.“ Sehr groß ist die Freude über die Spende, worauf die Kameraden laut Protokoll ein dreifaches Hoch mit größter Begeisterung auf das Königshaus ausbringen.

1882 Am 19. Februar wird eine Feuerwehr-Sterbekasse eingerichtet. Als Obmann wird der 1. Vorstand und der 1. Kommandant bestellt. Weitere 10 Kameraden tragen sich ein. Die Kasse übernimmt dann später viele soziale Hilfen. Sie wird bis zum 2. Weltkrieg beibe-halten und wirkt sich segensreich aus, da es meist noch keine Rente gibt.

1883 Brandbericht vom 16. Januar: „Zwei Scheunen standen in Brand, darunter die des Hauptmanns Peter Krutsch.“ Beim Wiederaufbau lässt er als erster in Obersinn eine Brandmauer einbauen, denn im Brandfall ist es immer schwierig, die Scheune vom Wohnhaus „abzuhauen“.

Am 31. Dezember besteht die FF nur noch aus 25 ordentlichen Mitgliedern. Zucht und Ordnung ist oberster Grundsatz der Wehr und die Statuten werden streng beachtet. Wegen unehren-haftem Verhalten in und außer Dienst, oder Trunkenheit im Dienst, wurden in einigen Fällen Wehrmänner auf 1 – 5 Jahre oder auf Dauer vom Verein ausgeschlossen.

1884 Am 20. Januar muß die Mannschaft „Haftscheine“ unterzeichnen (persönliche Haftung im Einsatz!)

1886 14. Juni: Bei einem groß abgehaltenen Übungsmanöver wird im Anschluß ein Ball abgehalten. In die Feierlichkeiten kommt die Nachricht vom Tode des bayrischen Königs Ludwig II. Daraufhin wird der Ball abgebrochen und die Mitglieder gehen traurig nach Hause.

Am 25. Dezember wird die Wahl der Vorstandschaft erstmals auf 3 Jahre vollzogen.

1887 Am 27. Februar wird dem Vorstand August Weismantel anlässlich seines Geburtstages für seine 8-jährige Tätigkeit als Vorstand mit einem 3-fach Hoch gedankt.

Am 11. März: Hoher Geburtstag seiner königlichen Hoheit des Prinzregenten von Bayern und Projektor der Freiwilligen Feuerwehren. Mit Kirchgang.

Am 13. August besucht die FF mit Fuhrwerk und 13 Mann die Kreisfeuerwehrversammlung in Gemünden.

1889 6. Januar. Heute wird der Gedenktag des 10-jährigen Bestehens der hiesigen FF in folgender Weise abgehalten: Nach dem nach-mittaglichen Gottesdienst wurde Übung mit Musik und Aufzug durchs Dorf und wieder zurück ins Vereinslokal abhalten. Abends 6 Uhr Ball bis 11 Uhr bilden den Schluß der Feier.

10-jähriges Gründungsfest 6. Januar 1889 – aus der monatlichen FF – Versammlung:

Heute Abend um 7.00 Uhr wurden die Mitglieder der FF durch Signalton ins Vereinslokal berufen, wobei folgendes behandelt wurde:

I. Es wurde auf Antrag des Hauptmanns Peter Josef Krutsch den anwesenden Mitgliedern als fleißige Mitglieder jedem Mann 1 Liter Bier aus der Vereinskasse einstimmig bewilligt.

II. Es wurde aufgefordert der Sterbekasse beizutreten.

III. Bekanntmachung aus dem Vereinsorgan (Zeitung)

IV. Es wurden dann noch zum Schlusse jedem anwesenden fleißigen Feuerwehrmann 1 Liter Bier von Herrn Lehrer Reuß und ebenso 1 Liter von den beiden außerordentlichen Mitgliedern Kaspar Joh. Weismantel und Heinrich Götz gut geheißen, wofür die Mannschaft durch Ausbringen verschiedener Hochrufe sich herzlich bedankte und dabei einen fröhlichen FF-Abend in Erinnerung bleibt.

1890 14. April. „Heute nachmittag 5 – 6 Uhr ertönten Feuersignale. Es brannte in dem Stall des Josef Steets. Durch rasches Eingreifen einiger Feuerwehrleute wurde das Feuer in ca. 15 Minuten auf seinen Herd beschränkt.“

1891 Versammlung mit Übung: „Heute nachmittag 4 Uhr versammelte sich die FF am Übungsplatz, wobei die Spritze probiert und sämtliche alten Schläuche unter Beisein des Herrn Bürgermeisters geprüft und die schadhaften dem Zeugwart zur Regulierung über-geben wurden, wobei Herr Bürgermeister die Anschaffung von Beleuchtung für den Verein sofort zusicherte und den Verein beauftragte, sofort Bestellung zu tätigen.“

1894 Inspektion des Kreisvertreters: „Die FF fuhr heute nachmittag

1 Uhr mit 3 Fuhrwerken nach Burgsinn ab und fand dortselbst um

3 Uhr eine Massenübung von mehreren Feuerwehren statt. Die Übung teilte sich in eine Fußübung und eine Übung mit Geräten, welche zur Zufriedenheit des Herrn Kreisvertreters ausfiel.“

1896 24. August: „Bei der heutigen Versammlung fanden die gewöhnlichen Vorlesungen aus der Kreis-Feuerwehrzeitung statt. Sodann wurde beschlossen, das Stiftungsfest der FF am 6. und 7. September im Vereinslokal zu begehen, wobei gelegentlich bei einer Hauptübung am 7. September früh 10 Uhr diese seitens des Photographen Stabernan, Mittelsinn aufgenommen werden soll.

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Gruppenbild der FF Obersinn vom 7.9.1896

 

Übung der FF Obersinn am 7.9.1896

1898 Die FF Obersinn verfügt ab dem Jahr 1898 bis zum Jahr 1900 über einen eigenen Musikchor. Dieser besteht aus folgenden Mitgliedern: Johannes Zeller, Josef Schelbert, Joh. Schelbert, Joh. Strom, Joh. Gabel, Anton Preisendörfer und Franz Jos. Schäfer.

1901 29. April: „Heute wurden nach vorausgegangener Übung die von der Firma Helm. Müller & Co., Offenbach eingetroffenen 60 Stück Lederhelme an die Mannschaft verpasst. 42 Stück konnten verpasst werden, während die anderen 18 Stück wegen zu großer Kopfweite wieder an die Fabrik zurück gesandt werden sollen und von den derselben die Zusendung von kleineren Helmen passender Weite bestellt werden.“

Da auch die Neuanschaffung von Mützen gewünscht wird, zu welchem Zwecke Fabrikant Hans Müller aus Würzburg persönlich mit Mützen anwesend ist, kauft der Verwaltungsrat vorerst 50 Stück schwarze Tuchmützen mit breiter Borde zum Preis von 1,80 Mark pro Stück.

1906 Feuerwehr-Bezirksversammlung am 2. Juli in Obersinn: „Herr Bezirksamtmann Heimer aus Gemünden wohnte der durch Herrn Bezirksvertreter Holzemer hier abgehaltenen Übung, die zugleich als Inspektion dienen sollte, bei, und beehrte unseren Verein durch seinen Besuch.

Das 25-jährige Stiftungsfest wird am 9. Juli mit Gartenfest und abends Ball gefeiert. Für die verstorbenen Kameraden wird eine Gedenktafel im Kirchhof errichtet.

1911 Anläßlich des Geburtstagsfestes seiner königlichen Hoheit, des Prinzregenten versammelt sich die Freiwillige Feuerwehr im Vereinslokal, worüber unter anderem folgendes beschlossen wird: Die Freiwillige Feuerwehr hält am Vorabend des 11. März einen Fackelzug und nimmt am 12. März teil an der gemeinsamen Kirchenparade der übrigen Vereine.

1913 24 Juni: „Bei der heute Abend einberufenen Versammlung wurde beschlossen, wie alljährlich zu der Fronleichnamsfeier eine Ehrenwache in beschränkter Anzahl abzustellen. Für die Beteiligung erhält jeder Teilnehmer von dem Verein 1 Liter Bier und 1 Weck.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1914 2. August: „Bei der auf heute Abend nach erfolgter Mobilmachung einberufenen Versammlung wurde bekannt gegeben, dass fast alle Chargen zum Heere einrücken müssen und folgedessen wurden nachstehende Herren als Vertreter bestimmt:

Christian Weber – Kommandant

Johann Gottfried Gabel – Zugführer

Johann Weikinger - Spritzenzugführer

 

Verzeichnis der Feuerwehren des Bezirks Gemünden 1909

1918 26. Dezember: In der heute Abend 7.00 Uhr abgehaltenen Versammlung wird beschlossen, auf Einladung des hochwürdigen Herrn Pfarrers an der kirchlichen Feier am 1. Januar für die heimgekehrten Krieger, sowie am Trauergottesdienst für die Gefallenen am 2. Januar teilzunehmen.

1921 17. Juli: In der anschließend nach einer Übung abgehaltenen Versammlung wird die Einladung des hiesigen Kriegervereins zur Denkmalenthüllung bekannt gegeben und beschlossen, dass sich der Verein zahlreich daran beteiligt.

1923 Auf Signalruf versammelt sich die FF um 16.00 Uhr am Marktplatz. Vom Herrn Bürgermeister werden Ehrenzeichen für 40-jährige Tätigkeit an Johann Weikinger, an die Erben des im vorigen Jahr verstorbenen Christian Weismantel, das 25-jährige an Peter Preisendörfer und Ludwig Weikinger ausgehändigt.

Nach kurzer Ansprache wird mit Musik ins Vereinslokal marschiert, wo dann gesellige Unterhaltung stattfindet. Zur Verschönerung der Feier leistet der Gesangverein einen Beitrag.

1923 Aus dem Kassenbericht:

Am 31. August bar in der Kasse 1.194,35 Mark

Einnahmen 1923 9.050.331.391.230,30 Mark

Summa 9.050.331.392.424,65 Mark

An Ausgaben 1923 -1.520.331.330.100,00 Mark

Laut Kasse gingen ab -54.526,30 Mark

Gesamtvermögen des Vereins: 7.530.000.007.798,35 Mark

(In Worten: siebenbillionenfünfhundertdreißigmilliarden . . . . . . .)

1929 Am 2. Januar wird das 50-jährige Stiftungsfest der FF Obersinn festlich begangen. Am Sonntag, 1. Juni abends 9.00 Uhr Lampion-zug mit Musikbegleitung, danach gesellige Unterhaltung im Vereinslokal.

1930 Nach der Hauptübung wird beschlossen, dass 30 Mitglieder neue Uniformen erhalten sollen.

1933 Wird die Feuerwehr zu einem Brand im Emmerichtaler Wald alarmiert und tritt dort ihre Tätigkeit an.

1934 Primizfeier des Ehrenmitgliedes Johann Weikinger mit Teilnahme des Vereins.

1943 1. Juli: Heute versammelt sich die Wehr auf Alarmruf, um an der Luftschutzübung, verbunden mit einer Feuerlöschübung in Burgsinn teilzunehmen. Ein Pferdefuhrwerk bringt sie mit Geräten schnellstens dorthin. Zum Einsatz kommt die FF Obersinn nicht, jedoch wird 70 Meter Schlauchmaterial benötigt. Nach 2 Stunden Übung und einer Anerkennung für das rasche Auslegen der 70 Meter Schlauchleitung, fährt die Wehr zurück.

9. Oktober: Heute Abend wird die Wehr alarmiert um den von der Feldarbeit nicht heimgekehrten Wilhelm Weidner zu suchen. Er wird von der FF 100 Meter von seinem Acker entfernt tot aufge-funden. Nach Aufstellung einer Wache rückt die Wehr ein.

1945 Aus dem Tätigkeitsbericht: . . . durch den Einmarsch der Amerikaner am 4. April 1945 wird die Tätigkeit der Wehr bis auf Einsatz im Ernstfalle beschränkt. Die Teilnahme mit Uniform an der Fronleichnamsprozession wird von der Militärregierung genehmigt und der Verein nimmt daran teil.

1947 Die FF Obersinn wird neu organisiert, 3 Löschgruppen,

1 Ordnungsgruppe und eine Steiggruppe eingeteilt. Eine Motor-spritze wird in Betrieb genommen.

1949 Am 21. 2. bricht in der Holzfabrik Lausen & Bauersfeld ein Brand aus. Um 20.10 Uhr wird Alarm gegeben, um 20.20 Uhr werden die ersten Schlauchleitungen gelegt. Leider gestalten sich die Löscharbeiten durch Schlauchmangel schwierig, sodass das Feuer auch mit Eimern bekämpft werden muss.

Am 27. 10. versammelt sich nach Alarmruf die aktive Wehr um in nachbarlicher Hilfe mit der Gemeinde Mittelsinn eine Einsatz-übung zu halten. Karl Paul übernimmt den Transport mit einem LKW nach Mittelsinn. Nach der Lagebesprechung wird eine Löschgruppe mit TS8 (Motorspritze) eingesetzt. Nach 4 Minuten ist die Schlauchleitung verlegt und zwei Strahlrohre eingesetzt.

1951 15. Januar: Einstimmiger Beschluss der Generalversammlung eine Vereinsfahne zu einem Preis von 585,-- DM zu bestellen.

4. März: Zur 1. Frühlingsübung der FF waren 39 Mann anwesend. Es wurden gleich 3 aktive Gruppen mit je 1 Gruppenführer und 7 Mann zusammengestellt und ausgerüstet. Die neu erhaltene Motorspritze hat durch ihre hervorragende Leistung bei der Bevölkerung großes Aufsehen hervorgerufen.

10. Mai: Kommandant Karl Gabel wird zum Kreisbrandinspek-tor berufen und legt das Amt des Kommandanten nieder.

16. Mai: Professor Dr. Leo Weismantel wird zum Ehrenmitglied und Ehrenvorstand ernannt.

Beschluss der Generalversammlung, ein Löschfahrzeug zum schnellen Einsatz von Mannschaft und Gerät zu beschaffen. Ein umgebauter Jeep zum Preis von 1000 DM ist ins Auge gefasst. Die Kosten soll die Gemeinde zur Hälfte übernehmen, 500 DM will die Feuerwehrkasse tragen.

 

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Erstes Feuerwehrfahrzeug (ca. 1952); Hinten: Theo Preisendörfer, Oswald Steets, Helmut Klein, Ludwig Weikinger, Rudi Weber; Vorne: Sebastian Ullrich

 

1954 6. Januar: „Es wurde festgestellt, dass die Ausrüstung der FF noch nicht vollständig ist und vordringend ein Schlauchtrockenturm oder Galgen, sowie eine Alarmanlage angeschafft werden muss. Da Rücksicht auf die angespannte Haushaltslage der Gemeinde genommen werden muss, kann mit der Anschaffung der Bedarfs-gegenstände nur Zug um Zug gerechnet werden.“

Bürgermeister Schäfer nimmt dazu Stellung und Ehrenvorstand Prof. Dr. Weismantel schläft vor, folgenden Beschaffungs-ausschuss ins Leben zu rufen:

  1. Prof. Dr. Weismantel

  2. Bürgermeister Schäfer

  3. Kommandant Oswald Steets

  4. Josef Mack

1957 5. Januar, zum Tagesordnungspunkt 6: „Nun wurde das Wort an

KBI Karl Gabel übergeben. Mit kritischen Worten setzte sich der

Sprecher mit den Leistungen der FF Obersinn auseinander. Vor allem müsste der Dienstbetrieb 1957 mit allen Mitteln intensiviert werden. Die besondere Mahnung für aktive Tätigkeit galt dem Kommandanten Oswald Steets. Ferner wäre die Beschaffung eines Schlauchtrockenmastes und eines Sandkastens für Planspiel-übungen dringend erforderlich. Im übrigen müsse noch die schlechte Versammlungsteilnahme und hier insbesondere der jüngeren Mitglieder bedauert werden.“ Gleichzeitig wurde zur Teilnahme am Kommandanten-Wochenendlehrganges und zum fleißigen Studium der Zeitschrift „Die Brandwacht“ aufgefordert.

Im weiteren Versammlungsablauf spricht Bürgermeister Schäfer über die Arbeit und das Wesen der FF. Bei dieser Gelegenheit wird zur Überprüfung der Brandversicherungswerte aufgefordert. Schäfer bedauert die offensichtliche Rückwärtsbewegung innerhalb der FF und bittet künftig dem Feuerlöschwesen mehr Achtung und Aufmerksamkeit zu schenken.

1958 Zur Jahreshauptversammlung am 6. Januar stellt KBI Karl Gabel den Antrag an den Gemeinderat, in den nächsten Jahren eine neue Motorspritze zu beschaffen, ferner den Bau eines Gerätehauses einzuplanen und für mindestens 1 Löschgruppe Schutzanzüge zu beschaffen …

Bürgermeister Schäfer weist in kurzen Worten auf die finanzielle Lage der Gemeinde hin, sodass der Bau eines Gerätehauses in naher Zukunft noch nicht möglich ist.

Vom 5. – 6. Juli hält die FF Obersinn ihr 80-jähriges Stiftungsfest und Kreisfeuerwehrtag in Obersinn ab.

Am Samstag den 5.7. wird abends 20.00 Uhr das Stiftungsfest mit einem Festkommers vom 1. Vorstand Franz Preisendörfer eröffnet. Nach Einbruch der Dunkelheit wird vom Festplatz ein Fackelzug durch die Straßen des Ortes von den Wehrmitgliedern unter zahlreicher Beteiligung der Ortsbevölkerung abgehalten.

Am Sonntag beginnt das Fest mit der Teilnahme der Wehr am Festgottesdienst. Um 9.00 Uhr wird vom KBI Gabel auf dem Festplatz der Kreisfeuerwehrtag eröffnet. Unter den zahlreichen anwesenden Gästen ist auch die Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Probst und Landrat Dr. Bamberg.

Bei der anschließenden Neuwahl wird Karl Gabel erneut einstimmig zum KBI für den Kreis Gemünden von den anwesenden Kommandanten gewählt.

Am Nachmittag findet eine Lehrübung der Wehren unter Mitwirkung eines Löschtrupps der FF Obersinn statt. Nach Abschluß der Übung wird am Festplatz Aufstellung zum Festzug genommen. Unter den Klängen der Kolpingskapelle zieht sodann ein großer Festzug unter Beteiligung aller anwesenden Wehren durch die reich geschmückten Straßen Obersinns. Am Abend findet in der Gastwirtschaft Schüssler für die jüngeren Festteilnehmer Festtanz statt. Auf dem Festplatz werden die Gäste durch die Kolpingskapelle Burgsinn unterhalten.

1959 19. April: Es wird auf Einladung der Vorstandschaft bei Gastwirt Herget eine ordentliche Mitgliederversammlung einberufen und beschlossen, dass für die Neubeschaffung einer Motorspritze der Gemeinde ein Betrag von DM 1500 zur Verfügung gestellt wird. Eine Rückführung des Betrages wird nicht erwähnt.

Es wird festgestellt und allseits anerkannt, dass durch die neue Motorspritze der Gemeinde und damit auch jedem Bürger ein besserer Feuerschutz gewährleistet wird.

1962 4. Februar: „Der Gemeinderat mit seinen tatkräftigem Bürgermeister Schäfer hat im Jahr 1962 einen modernen Anhänger beschafft. So ist die Freiwillige Feuerwehr Obersinn in einen Ausrüstungsstand versetzt, der noch nie vorhanden war.“

1964 26. Juli: Erste Leistungsprüfung Stufe I Bronze legten zwei Gruppen der Wehr ab:

 

Funktion

Gruppe 1

Gruppe 2

Löschmeister

Karl Gabel

Ludwig Kohl

Maschinist

Otto Mack

Herbert Knopp

Melder

Ernst Diener

Erwin Klein

LTM 1

Günter Ullrich

Franz-Karl Gabel

LTM 2

Manfred Keller

Oswald Preisendörfer

WTM 1

Karl Weismantel

Gosbert Schilling

WTM 2

Melchior Götz

Heinz Weber

STM 1

Oswald Steets

Stephan Walter

STM 2

Hans Kratz

Klaus Andres

 

1966 8. Mai: Leistungsprüfung der Stufe I

 

Löschmeister

Anton Schwesinger

Maschinist

Alfred Ullrich

Melder

Fritz Kratz

LTM 1

Albrecht Breitenbach

LTM 2

Werner Gellert

WTM 1

Jürgen Weismantel

WTM 2

Klaus Weismantel

STM 1

Bernd Preisendörfer

STM 2

Rudolf Dill

 

19. Juni: begeht die Wehr ihr 90-jähriges Stiftungsfest.

Die Ausrüstung der Wehr wird vervollständigt, so werden neue Schläuche und abstellbare Strahlrohre beschafft. Auch wird die Mannschaft teilweise mit Uniformen ausgestattet.

24. Dezember: Die Feuerwehr wird zum Katastropheneinsatz wegen Hochwassers alarmiert.

 

1968 Die vierte Löschgruppe hat am 29. September die Leistungsprüfung der Stufe I abgelegt.

 

Löschmeister

Erwin Klein

Maschinist

Helmut Ries

Melder

Ulrich Rösch

LTM 1

Sebastian Dill

LTM 2

Ottmar Zieres

WTM 1

Leo Breitenbach

WTM 2

Burkard Breitenbach

STM 1

Gerhard Schelbert

STM 2

Joachim Orlik

 

Prüfung Stufe 1 am 29. September 1968

 

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Übung am 11.11.1968

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Übung am 11.11.1968

 

1973 Eine Jugendgruppe wird „bestellt“ und zur Jugendleistungsprüfung geführt. Es ist die erste Jugendgruppe der Wehr, die eine Jugend-leistungsspange erworben hat und ihre Prüfung mit großem Erfolg ablegte.

1974 20. Jan.: Bei den in diesem Jahr besuchten Feuerwehrfesten in Heßdorf und Gräfendorf fiel auf, dass unsere Vereinsfahne in einem sehr schlechten Zustand ist. Einige Kameraden bezeichnen es als Schande, hinter einem solchen ….. herzulaufen. Nach Abwägung eines Vorschlags von Bgm. Karl Ries, die alte Fahne überholen zu lassen, beschließt die Versammlung eine neue Fahne zu beschaffen. Der Vorstand wird beauftragt bei der Fa. Buri in Würzburg ein Angebot einzuholen.

1975 5. Jan.: Der Wehr gehören 2 Jugendgruppen mit 17 Mitgliedern an.

Festausschußvorsitzender Josef Mack berichtet der Versammlung über die Vorbereitungen zum 100-jährigen Stiftungsfest vom 18.- 21. Juli 1975.

Eine gemeinsame Übung mit der Nachbarwehr Mittelsinn wird am 100-jährigen Stiftungsfest durchgeführt.

1977 22. Juli: Vorstand Josef Mack eröffnet um 20.oo Uhr die Versamm-lung. In seinem Bericht über das 1. Halbjahr 1977 stellt er fest, dass die Wehr sehr Aktiv war. Erfreut ist er vor allem über die erste Gruppe der Stufe II. Weiter lobt Mack den tadellosen Einsatz unserer Wehr beim Scheunenbrand am 13.7. in Mittelsinn.

 

Funktion

Stufe II - 28.4.77

Stufe I – 18.8.77

GF

Leo Breitenbach

Ulrich Rösch

MA

Helmut Ries

Hans-Karl Heilmann

ME

Arnold Mack

Reiner Biemüller

ATF

Ottmar Zieres

Josef Weismantel

ATM

Alfred Dill

Klaus Schwesinger

WTF

Ulrich Rösch

Reinhold Mack

WTM

Jürgen Weismantel

Karl-Friedrich Schüssler

STF

Achim Vornwald

Eckard Haaf

STM

Rudolf Dill

Anton Haaf

 

14. September: Die ersten Frauen der Obersinner Wehr legen die Leistungsprüfung Stufe I ab:

 

GF

Rudolf Dill

MA

Ulrich Rösch

ME

Zitta Mack

ATF

Irene Rösch

ATM

Birgit Stenglein

WTF

Claudia Pauly

WTM

Elisabeth Mack

STF

Gisela Kamuf

STM

Henriette Volpert

 

1979 Jahreshauptversammlung am 13. Januar:

Beim Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ sorgt das Thema Feuerwehrauto für längeren Gesprächsstoff. Gegen 16.00 Uhr wird die Versammlung von einem Alarm unterbrochen. Im Anwesen Lotz ist ein Ölofenbrand entstanden. Einige Wehrleute, an der Spitze der in dieser Versammlung neu gewählte Kommandant Ulrich Rösch, löschen den Brand mittels Feuerlöscher.

Eine Löschgruppe legt das Leistungsabzeichen Vorstufe Gold mit Erfolg ab!

Die Gemeinde kauft ein neues Löschfahrzeug, ein LF 8.

Aus einem Zeitungsartikel vom 14. Juli 1978:

Der Haupverwaltungs- sowie Finanzausschuß haben in internen Sitzungen die vorgelegten Angebote über die Löschfahrzeuge eingehend geprüft, gab Bürgermeister Ludwig Zeller bekannt. Dabei würde das Angebot über ein Fahrzeug der Klöckner-Humboldt-Deutz 84.934 DM betragen. Das Angebot von Daimler-Benz lag bei 84.367 DM. Beide Fahrzeuge sind mit der gleichen Ausrüstung bestückt, sowie mit einer Vorbaupumpe versehen. Der Kaufbetrag wird jedoch durch staatliche Zuschüsse gesenkt. Nach eingehender Diskussion beschloß der Gemeinderat mit 7 : 5 Stimmen, das Fahrzeug von Klöckner-Humboldt-Deutz, mit Dieselmotor ausgestattet, zu erwerben.“

1981 Kommandant Urich Rösch stellt im Jahr 1981 die Leistungsprüfungen in den Vordergrund. Es werden 7 Prüfungen abgelegt: dreimal Stufe I, je einmal Stufe III/1 und III/2 sowie eine Jugendleistungsprüfung. Dem Atemschutz stehen 11 Aktive mit Ausbildung zur Verfügung.

 

Funktion

Stufe III/2 - 25.4.81

Stufe I – 10.10.81

GF

Leo Breitenbach

Christiane Knopp

MA

Helmut Ries

Artur Weber

ME

Burkard Breitenbach

Gerda Haaf

ATF

Jürgen Weismantel

Renate Rösch

ATM

Rudolf Dill

Birgit Weismantel

WTF

Ulrich Rösch

Hedwig Weigand

WTM

Achim Vornwald

Sigrid Weismantel

STF

Ottmar Zieres

Birgit Faulhaber

STM

Michael Andres

Karin Weismantel

 

1985 105-jähriges Feuerwehrfest mit großem Zapfenstreich und Jugendwandertag mit 160 Teilnehmern.

6 Leistungsprüfungen von Stufe I bis Stufe III/4 und eine Jugend-leistungsprüfung werden abgelegt.

Zudem legen zwei Gruppen der hessischen Nachbarwehr Neuen-gronau die Leistungsprüfung Stufe II ab.

Leistungsprüfung Damen 10.10.1981

Damengruppe Stufe I – 10.10.81

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1987: Erste Gruppe der Stufe Gold-Rot

 

1986 Einsatz bei einem Lagerhallenbrand in Emmerichstal.

13. August: Eine 4000 m lange Trinkwasserleitung wird zusammen mit der Wehr Mittelsinn vom Hochbehälter Aura zur Pump-station Mittelsinn verlegt.

1987 Aus der Jahreshauptversammlung: … nun griff Vorstand Mack das leidliche Thema Gerätehaus und Schulungsraum auf …

Bürgermeister Ludwig Zeller bemerkt, dass der Gedanke an ein neues Gerätehaus bereits in den Köpfen der Gemeinderäte kreise. In nächster Zukunft stehen bereits konkrete Verhandlungen an und der Gemeinderat hat die Notwendigkeit der Maßnahme erkannt.

Erste Leistungsprüfung der Stufe Gold-Rot!

1988 Mahnt Erwin Klein vom Brand- & Katastrophenschutzamt München: Das alte Gerätehaus reicht nicht mehr aus, ein neues Haus sollte mindestens zwei Stellplätze beinhalten und im Ortzentrum liegen.

1991 6. Januar: … Kritik gab es an der spärlichen Teilnahme an Unter-richtsabenden und Übungen. Wer künftig nicht daran teilnehme, wird rigioros zur Feuerschutzabgabe gemeldet. Notfalls bleibe der Kommune nichts anderes übrig, als eine Pflichtfeuerwehr einzu-führen…

1993 Aus der Jahreshauptversammlung: … auf das leidige Thema Gerätehaus wollte Vorstand Josef Mack nicht eingehen und verweist auf den Main-Post Artikel vom 12. Januar 1987 mit der Überschrift: „Markt verwirklicht Traum vom Gerätehausneubau – in nächster Zukunft stehen Verhandlungen an.“ Er hofft jedoch, dass noch während seiner Amtszeit mit dem Bau begonnen wird.

Bürgermeister Zeller wirft ein, dass der Bau sich durch ungeklärte Grundstücksfragen verzögere.

Zwei Gruppen, darunter eine Damengruppe stellen sich der Leitungsprüfung.

1994 9. Januar: Zur Jahreshauptversammlung stehen Neuwahlen an:

Vorstand wird Helmut Ries, Kommandant der langjährige Jugendwart Michael Andres.

Drei Gruppen legen die Leistungsprüfung ab.

Jugendleistugsprüfung 1995

Jugendleistungsprüfung 1995

1995 Eine Gruppe legt die Leistungsprüfung Gold-Rot ab und eine Jugendleistungsprüfung wird bestanden.

Es wird beschlossen, künftig auch Jugendliche unter 12 Jahren beitreten zu lassen.

  1. Außerordentliche Aktivenversammlung am 5. Januar: Thomas Weismantel wird als Kommandant gewählt.

4 Löschgruppen mit insgesamt 32 Personen stellen sich der Leistungsprüfung.

4. Juni: Im Grottenweg steht eine kleine Scheune in Brand, ein angebauter Schuppen fängt am Dachstuhl Feuer und zwei Wohn-häuser sind stark gefährded. Mit Unterstützung der Wehren Mittelsinn und Burgsinn ist das Feuer innerhalb 20 Minuten unter Kontrolle.

Der vorbildliche Einsatz weckt das Interesse am aktiven Mit-wirken in der Wehr, eine neue Damengruppe bildet sich. (u. a. tritt auch Lioba Zieres bei, heute 2. Vorsitzende)

1998 6. Juni: Die neu gebildete Damengruppe legt die Leistungsprüfung Stufe I ab.

Leistungsprüfung Stufe I, 6. Juni 1998

 

25. Juli: Drei Gruppen bestehen die Leistungsprüfung nicht, da die Saugschläuche und die Pumpe undicht sind. Mit neuen Schläuchen und überholter Pumpe werden die Prüfungen bestanden.

1999 Die Wehr wird zum Wohnhausbrand bei Friedhelm Keller gerufen. Durch behutsamen Umgang mit Löschwasser wird der Wasser-schaden minimal gehalten, wofür die Wehr eine Belobigung der Brandversicherung erhält.

Das Kessler-Haus wird zum Zwecke des Gerätehausneubaus von den Vereinsmitglieder in Eigenleistung abgerissen.

3. Oktober: Mit den Wehren Burgsinn, Rieneck, Gemünden und Lohr, 3 Rettungswagen und Aufklärungshubschrauber wird im Reithgrund nach einem abgestürzten Drachenflieger gesucht. Zwar stellt es sich heraus, dass es sich nur um eine Kunststoff-plane handelt. Dennoch verdeutlicht der Einsatz, welche Rettungs-maschinerie der Bevölkerung im Ernstfall zur Verfügung steht!

  1. Das sogenannte „Grenzer-Haus“ steht in Flammen. Da das Haus leer stand und dem Gerätehausneubau im Wege steht, geht die Kriminialpolizei von Brandstiftung aus. Nachdem sogar Bürger-meister Richard Stenglein auf scharfe Weise verhört wurde, konnte die Polizei den Täter aus den Reihen der aktiven Wehr ermitteln.

  2. 15. September: Vormittags legt eine Gruppe die Jugendleistungs-prüfung ab, nachmittags wird die neue Tragkraftspritze eingeweiht und abends am Bierkeller ein Kameradschaftsabend gefeiert.

8. Dezember: Der erste Spatenstich für das neue Gerätehaus wird getätigt. Beim anschließenden Ehrenabend in der Mehrzweckhalle werden 63 Mitglieder für 25 – 65-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

  1. 26. April: Ein ICE kommt auf der Talbrücke mit brennendem Triebkopf zum Stehen.

17. Oktober: Eine brennende E-Lok ist am Bahnhof Mittelsinn zu löschen.

  1. 3. Januar: Durch Schneeschmelze und anhaltenden Regen wird Obersinn von einem Jahrhunderthochwasser heimgesucht. Großer Schaden entsteht, da weder Sand noch Säcke in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Das „Betty-Haus“ wird durch die Fluten unterspült und fällt daraufhin teilweise ein. Ebenso wird der Sinnsteg stark beschädigt.

Das „Betty-Haus“ nach dem Hochwasser am 04.01.2003

Der beschädigte Sinnsteg am 04.01.2003

 

Die nachher von der Wehr angeforderten Ausrüstungsgegenstände werden vom Markt kurzfristig beschafft. Ein Lager für Sand und Sandsäcke wird eingerichtet.

Eine Leistungsprüfung der Stufe I wird erfolgreich abgelegt.

2005 19. März: Ein großes Ziel ist erreicht – das neue Gerätehaus wird offiziell eingeweiht.

 

 

Quellen:

Vorgeschichte und alte Aufnahmen von Leo Breitenbach

Ausarbeitung der Protokollbücher durch Lioba Zieres und

Lotte Weismantel.