Lockbrand in Mittelsinn am 17.10.2002

Hoher Sachschaden entstand in der Nacht von Donnerstag auf Freitag beim Brand einer E-Lok in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs von Mittelsinn.


Jäh endete die Fahrt des Güterzuges, der sich mit fabrikneuen Pkw auf der Fahrt von Darmstadt nach Leipzig befand. Kurz vor dem Bahnhof Mittelsinn hatte der Lokomotivführer das Feuer im Maschinenraum bemerkt. Durch eine Schnellbremsung konnte er den Zug an einer gut zugänglichen Stelle zum Stehen bringen und die Feuerwehr alarmieren sowie die erforderlichen Notmaßnahmen einleiten.

Mit Schaum bekämpften die Feuerwehren aus Mittelsinn, Obersinn, Burgsinn, Rieneck und Gemünden das Feuer. Durch die Explosion wurden der Lüfterbereich der Lokomotive in Brand gesetzt und die Oberleitung des betroffenen Gleises zwischen Burgsinn und Jossa auf einer Länge von rund 800 Metern abgerissen, wodurch einige Fahrzeuge, die der Zug geladen hatte, beschädigt worden waren.

Durch den schnellen und umsichtigen Einsatz aller Kräfte konnte ein größerer Schaden verhindert werden. Bei sofort von der Feuerwehr durchgeführten Messungen konnte auch kein Austritt von Schadstoffen an der Einsatzstelle nachgewiesen werden.

Noch in der Nacht begannen Mitarbeiter der Deutschen Bahn mit den erforderlichen Instandsetzungsarbeiten an der Oberleitung. Züge wurden über die Schnellfahrstrecke umgeleitet. Nach der Bergung des Güterzugs war die Strecke von Burgsinn nach Jossa bis gestern Mittag nur eingleisig zu befahren. Die genaue Schadenshöhe steht erst nach Abschluss der Ermittlungen fest, die von der Bundesgrenzschutzinspektion Würzburg geführt werden.

Die schwer angekokelte Lok wurde in den Betriebsbahnhof der Neubautrasse südlich von Burgsinn gebracht, wo man sie am Freitagmorgen begutachten konnte.

Neben der erwähnten Feuerwehren war auch das Rote Kreuz mit zwei RTW's vor Ort

 

Bilder und Bericht Alexander Rützel / FF Burgsinn

E-Lockbrand Mittelsinn 2002